Da ich mich erst nach zwei Wochen dazu motivieren konnte einen Blog zu erstellen muss ich zuerst einmal erzählen was bisher so geschah:
Der Flug am 31. Juli von Wien über Madrid nach Santiago de Chile war angenehmer als erwartet. Nach einem langen Tag in Madrid konnte ich sogar 8 von den insgesamt 14 Stunden Flug schlafen. In Chile angekommen wurden wir gleich von Maximiliano (hat sein Auslandssemester in Graz gemacht) im winterlichen Santiago empfangen. Auch die erste Begegnung mit der Vermieterin war sehr herzlich. Während der ersten Tage galt es zuerst einmal sich einzuleben, das heißt vor allem einen Internetzugang zu bekommen, auspacken, ein Handy kaufen, Lebensmittel besorgen, Visa beantragen, etc.
Gott sei Dank kannten wir Max, der uns gemeinsam mit unseren Tutorinnen Claudia und Javiera sehr viel geholfen hat. Die ersten 14 Tage waren geprägt von frostigen Temperaturen knapp über 0 Grad. Das war echt eine Umstellung sich nach ein paar Sommermonaten so drastisch wieder an den Winter zu gewöhnen. Andererseits gab es auch Tage, an denen es mittags schön warm war mit Temperaturen von bis zu 25 Grad. Gekocht wird selbstverständlich selber, auch wenn manchmal in Form von Empanadas (mit verschiedenen Leckereien gefüllte Teigtaschen), Sopeipillas (Kürbisfladen) und Completos (Weckerl mit Frankfurter, Avocadocreme und Majonese) nachgeholfen wurde.
Auch der chilenische Wein hat seinen Ruf nicht umsonst und mit dem chilenischen Traditionsgetränk (Pisco)haben wir uns auch schon mehr oder weniger vorsichtig angefreundet.
Was die Freizeitaktivitäten betrifft, so haben wir uns bis jetzt den Plaza de Armas (Präsidentenpalast), den Cerro San Cristobal (höchster Aussichtshügel mit atemberaubenden Blick auf die Millionen-Metropole), den Mercado Central (großer Gemüse-, Fisch- und Fleischmarkt), ein Weingut (Vina Cousino Macul), den Cerro Santa Lucia (kleinerer Aussichtshügel aber dafür umso schöner) angesehen. Außerdem haben wir im Parque Forestal ein Picknick mit Claudia, meiner Tutorin gemacht.
Aja genau, wir studieren übrigens auch! Da die chilenischen Studenten aufgrund des teuren Bildungssystems streiken (3 bis 4 Tausend Euro pro Jahr und 10 % Zinsen für Studentenkredite) müssen wir Abendkurse besuchen, die mehr oder weniger zeitaufwendig sind. Von den Protestaktionen, die oft auch eskalieren, haben wir bisher nur durch Medien etwas mitbekommen. Jedoch spüren wir manchmal das Tränengas auf den Straßen.
Hierzu ein Link: http://www.3tv.cl/index.php?m=video&v=19669
Am Donnerstag wollen wir an einem friedlichen Protestmarsch teilnehmen, für den sich schon rund 50.000 Personen angemeldet haben, aber mehr dazu später.
Hasta luego!
Saludos Flo
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