Hallooo,
aufgrund des Chilenischen Nationalfeiertages und den damit verbundenen Ferien, haben wir spontan beschlossen wieder einmal zu reisen. Ziel: Chiloé, eine Insel ca. 13h südlich von Santiago de Chile, deren Landschaft der österreichischen Landschaft sehr ähnelt.
Als die Rucksäcke wieder einmal fertig gepackt waren ging es dann mit dem Nachtbus nach Valdivia, eine kleine Stadt auf der halben Strecke. Das einzig blöde an unserer ansonsten so perfekten Reiseplanung war, dass wir um 7 Uhr in der Früh ankamen und die Betreiber unseres Hostal‘s erst 1-2 Stunden später mit uns gerechnet haben. Daher hieß es erst einmal vor verschlossenen Türen zu warten bis uns jemand die Herberge öffnet und das im Dunkeln und bei frostigen Temperaturen. Doch dank unserer starken Sozialkompetenz haben wir schnell Freunde gefunden, die uns beim Zeitvertreib unterstützt haben. Beim näheren Betrachten hat Gerhild dann bemerkt, dass sie die Typen aus Kinofilmen kennt und dann kamen sie mir auf gleich bekannt vor.
Das bellende A-Team: Hannibal, B.A., Face und Murdock (v. links)
Als uns dann endlich jemand hineingelassen hat, gab es erst einmal ein gemütliches Frühstück und danach gingen wir in die Stadt. Beim Fischmarkt direkt am Fluss haben wir dann fette Seelöwen beobachtet, die entweder völlig vollgefressen nur faul rumgelegen sind oder im Wasser herumgeschwommen sind.
Fischmarkt in Valdivia
Nachmittags sind wir dann zu einem „Fonda“ gegangen, das Feste vergleichbar mit den österreichischen Dorf- bzw. Stadtfesten, nur finden diese aufgrund des Nationalfeiertages statt. Dort haben wir unsere Prachtkörper dann in die Sonne platziert und uns nicht mehr von der Stelle bewegt, außer natürlich um Essbares oder Getränke zu holen. Abends sind wir dann mit Alejandro, ein Argentinier und ebenfalls Bewohner des Hostals, etwas essen gegangen und da wir in 2 Tagen nach Buenos Aires fliegen, hat er uns mit wertvollen Tipps versorgen können. Konsumiert haben wir „Terremoto“ (spanisch f. Erdbeben), ein typisch chilenisches Getränk aus verschiedenen guten Sachen gemischt, in einem Lokal das „Epicentro 1960“ heißt.
Claudia und ich mit Terremoto: Mischung aus Schnaps, Wein und Ananaseis (schmeckt)
Ziemlich schwarzer Humor, vor allem weil dort 1960 das schwerste bisher gemessene Erdbeben der Welt war (Magnitude von 9,5). Nach vier Stunden Schlaf ging es dann am nächsten Tag mit dem Bus nach Puerto Montt, von wo wir mit der Fähre auf die Insel gefahren sind.
Geplant wäre eigentlich gewesen in Ancud Pinguine beim Brüten zu beobachten. Da diese aber ganz gemäß der südamerikanischen Mentalität für uns zu spät kamen, blieb uns nur die Option den Tag anderswertig zu verbringen. Aufgrund der Tatsache, dass es am Vortag etwas später wurde und wir total müde waren, gingen wir an diesem Abend gleich nach dem Sandmännchen schlafen ,um für den nächsten Tag in Castro fit zu sein.
Blick aufs Meer von Ancud
Dort erwarteten uns die Palafitos, Häuser die nur auf Pfählen gebaut sind und sich bei Flut völlig im Wasser befinden. Außerdem waren wir dann noch im „Parque Nacional de Chiloé“ spazieren.
Im Hintergrund die Palafitos
Saludos, Flo!

