Donnerstag, 15. September 2011

Geilstes Wochenende überhaupt!

Hey Leute,
wie viele ja wahrscheinlich schon wissen habe ich das letzte Wochenende in der Atacamawüste verbracht, der trockensten Wüste der Welt. Ich muss sagen es war einfach nur schön und spektakulär. Wir sind gemeinsam mit vielen anderen Austauschstudenten von Santiago nach Calama geflogen, um dann mit dem Bus die letzten Kilometer nach San Pedro de Atacama zu fahren. 
Als wir dann unser Hostel (Erklärung für diejenigen, die weniger Hostelerfahrungen haben: Es handelt sich hierbei nicht um einen Tippfehler und daher nicht um ein Hotel, sondern um eine Herberge, in der man wesentlich billiger und meist in Mehrbettzimmern wohnt) zum ersten Mal von außen gesehen haben, sah es ein bisschen klein und nicht so schön aus. Als wir dann aber drinnen waren, war der erste Eindruck sofort verschwunden. Lederstühle, Flat-Screen und moderne Einrichtung in der Wüste vorzufinden war auch nicht zu erwarten. Nach einer kurzen Stadtbesichtigung ging es dann auch schon mit den ersten Touren los, nämlich zum Valle de la Muerte.
Valle de la Muerte
Zum ersten Mal konnten wir einen Blick über die endlosen Weiten der Wüste werfen. Absolutes Highlight war dann der Abstieg über die Sanddünen im Sprint, sodass es hinter einem nur mehr so gestaubt hat. Anschließend ging es dann zum Valle de la Luna, wo wir den Sonnenuntergang genossen haben.
Valle de la Luna
Bevor wir dann nach Hause gefahren sind um Asado (Gegrilltes) zu genießen und zu feiern, haben wir noch eine Höhlenwanderung bei Nacht unternommen.
Am nächsten Tag sind wir dann gleich in der Früh zur Laguna Chaxa gefahren, wo wir die Flamencos beim Frühstücken beobachten konnten.
Flamencos in der Laguna Chaxa
Anschließend ging es hoch hinaus auf rund 4.200 Meter zur Laguna Altiplanica. Auf dem Weg dorthin hat Marco (unser Guide), der uns während den rumpligen Autofahrten immer perfekt mit Musik von Rammstein und Peter Fox versorgt hat, einen Magnettest mit uns gemacht. Es gibt dort ein Straßenstück, welches von einem extrem starken Magnetfeld umgeben ist. Somit ist es möglich rückwärts und mit abgestelltem Motor den leicht geneigten Hang nur mit Magnetkraft hochzufahren. Einfach nur genial!  Der Magnettest konnte nur mehr von der Laguna Altiplanica übertroffen werden, in der sich die wunderschöne Schneelandschaft gespiegelt hat.
Laguna Altaplanica
Nachdem wir am nächsten Tag schon um 4 Uhr in der Früh weggefahren sind ging es am Vorabend etwas ruhiger zu. Aber das frühe Aufstehen war es einfach wert. Denn um diese Uhrzeit ist die Stimmung bei den Geysiren einfach am schönsten.
Geysire
Zwar war es durch die niedrigen Temperaturen (-15 Grad) etwas kalt, aber weil Marco Milch über den Geysiren erwärmt hat und wir uns somit mit Kakao aufwärmen konnten, war alles nur halb so schlimm. Vor allem weil wir ca. 1h später schon in 30 Grad warmen Wasser gebadet haben. Abwechslungsreicher als die Atacamawüste geht es einfach nicht mehr.
Endlich wieder Wärme...
Nach so viel Abenteuer haben wir uns in Machuca mit einer Lama-Empanada gestärkt. Hoffentlich war da die Carina nicht dabei denn geschmeckt hat es schon ziemlich gut. Am Nachmittag war ich dann noch zum ersten Mal Sandboarden.

Sofort wieder bei der nächsten Gelegenheit!

Ich kann es jedem, der einmal in einer Sandwüste Urlaub macht wirklich nur empfehlen es einfach auszuprobieren. Es hat so viel Spaß gemacht  sodass wir trotz der Höhenlage ständig den Sandhang hochgelaufen und sofort wieder runtergefahren sind. Da dies der vorletzte Tag in San Pedro war wurde natürlich wieder ausgiebig gegrillt und gefeiert, vor allem weil das Programm am letzten Tag nicht ganz so anstrengend, jedoch nicht weniger schön war. Wir haben nämlich in der Laguna Cejar gebadet, wo das Wasser zu 33% aus Salz besteht und man sich einfach nur treiben lassen konnte.


Einfach nur treiben lassen und das eiskalte Wasser genießen...

Jedoch nicht lange, denn das Wasser war EISKALT! Die nächste Station waren die Ojos del Salar, zwei rund 170 Meter tiefe Löcher im Boden, welche mit Süßwasser gefüllt sind. Schlussendlich sind wir dann noch zum Salar de Tebinquiche gefahren, einer Salzwüste wo man stellenweise bis zum Horizont nur Salz sieht.
Diese 4 Tage waren mit Abstand die schönsten, abwechslungsreichsten und spektakulärsten die ich bisher erlebt habe. Ich wirklich nur jedem empfehlen nach Chile zu fliegen und sich die Atacamawüste selber anzusehen, denn die Fotos mögen ja ganz schön sein aber können die Eindrücke nur halb so gut festhalten. Außerdem freut es mich wieder Leute kennen gelernt zu haben und mit ihnen viel Spaß gehabt zu haben, man sieht sich sicherlich bald wieder…
Und nachdem in Chile bald die Nationalfeiertage beginnen und dies für die Studenten Ferien bedeutet, wird der nächste Eintrag nicht mehr lange auf sich warten lassen, also bis bald!
Saludos, Flo!

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