Samstag, 1. Oktober 2011

Buenos Aires: Tango, Fleischberge, Kunst und Architektur

Hallo Leute,
es ist schlimm wie schnell die Zeit vergeht, denn B.A. hat einfach so viel zu bieten und leider hatten wir nur 4 Tage Zeit. Schon alleine die Architektur der scheinbar Millionen Häuser ist wirklich beeindruckend, vor allem weil sie sich durch die gesamte Stadt zieht. Durch das viele Laufen tun einem zwar schnell die Füße weh, doch das schöne Stadtbild und noch vielmehr die extrem veraltete U-Bahn lässt einem keine andere Wahl als die Stadt zu Fuß zu erkunden.
Casa Rosada: Präsidentenpalast
Was wirklich nicht zu erwarten gewesen wäre, war die Tatsache dass wir nach ca. 10 min zufällig zu einem Straßenfest gekommen sind, bei dem die chilenischen Nationalfeiertage gefeiert wurden. Nachdem wir Chile aber schon kannten und B.A. kennen lernen wollten, sind wir bald weiter gegangen.
Parlamentsgebäude
Eines der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Buenos Aires ist der Obelisco, ein Denkmal über dessen Schönheit viel gestritten wird und worüber man durchaus auch streiten kann.
Julia und ich vorm Obelisco
Dort sind wir dann auch wieder zufällig an einem Event vorbeigekommen und zwar an einer Freestyle Motocross Show, welche natürlich von einem österreichischen Getränkehersteller gesponsert wurde. Äußerst sehenswert war am darauffolgenden Tag der Mercado de San Telmo, ein Antiquitätenmarkt. Doch dies war nicht der einzige Ort an diesem Tag wo tausende Menschen ihren Kaufrausch befriedigt haben. Denn eine extrem lange Straße war gefüllt mit Straßenkünstlern und Souvenirverkäufern, woraufhin die Touristen nicht lange auf sich warten ließen.

Abends ging es dann nach La Boca, dem Arbeiterviertel von Buenos Aires. Besonders schön sind dort die bunt bemalten Häuser und die Tangoshows, die fast vor jedem Restaurant zu sehen sind. Doch wenn es dunkel wird scheint es dort gefährlich zu sein, denn Polizisten haben uns bei unserem Heimweg darauf hingewiesen besser nicht weiter zu gehen, weil wir ansonsten unsere Wertsachen sicherlich los gewesen wären.

Schlussendlich sind wir dann sicher, schnell und billig mit dem Taxi nach Hause gefahren um nichts zu riskieren. Ebenso eine Sehenswürdigkeit von B.A. ist der Friedhof, lustig aber wahr. Denn dieser besteht ausschließlich aus Gräbern die so groß sind wie bei uns Kapellen. Dort ist auch Evita (Eva Peron), die ehemalige „First Lady“ Argentiniens begraben.
Friedhof in La Recoleta
Doch laut Reiseführer kommt man dort nur mehr lebend hinein, denn der Friedhof ist voll und die Gräber denkbar teuer. Als nächstes haben wir uns die Floralis Generica angesehen, eine überdimensionale Blume aus Aluminium und Stahl, die sich bei Sonnenaufgang öffnet und sich wieder schließt, sobald die Sonne untergeht.
Floralis Generica
Auch kulinarisch hat B.A. einiges zu bieten. Auf den Tisch kommt in Argentinien hauptsächlich Fleisch, eine Tatsache die mich nun wirklich nicht weiter stört. Also haben wir beschlossen einmal richtig argentinisch Fleisch bzw. Steak essen zu gehen. Gegönnt haben wir uns dann eine Fleischplatte für 3 Personen, bestehend aus Fleisch, Würsten und Innereien. Beilagen haben dabei jedoch nur einen Nebenrolle gespielt.
Julia und ich mit dem Fleischberg
Am letzten Tag war es dann schon körperlich spürbar, dass wir schon tagelang herumlaufen. Dennoch haben wir unsere Erkundungstour eifrig fortgesetzt. Nachdem wir uns aber die Puente de la Mujer (Frauenbrücke) angesehen haben, sind wir in einen Park gegangen und haben den restlichen Nachmittag gammelnd in der Sonne verbracht.
Puente de la Mujer
Nach diesen Tagen in B.A. kann ich sagen, dass mir diese stilvolle Stadt extrem gut gefallen hat und ich mir durchaus vorstellen kann, dass B.A. eine Stadt ist in der man leben kann. Buenos Aires hat einfach in allen Belangen mehr zu bieten, außer bei der Menge der Straßenhunde, der Geldversorgung an den Bankomaten und der Luftverschmutzung. Auf jeden Fall sollte man hierher kommen falls man sich jemals in der Nähe aufhält, denn B.A. ist immer einen Besuch wert.
Saludos, Flo!

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